Über das Netzwerk

Das TIS-Netzwerk hat sich 2012 gegründet und wird von TransInterQueer e.V. koordiniert. Weitere Gründungsmitglieder waren ABqueer e.V., GLADT e.V., LesMigras — das Antigewaltprojekt der Lesbenberatung Berlin e.V., StandUp — das Antidiskriminierungsprojekt der Schwulenberatung Berlin gGmbH, Queer Leben — ein Gemeinschaftsprojekt der Schwulenberatung Berlin gGmbH und von Trialog e.V. sowie Queer Christ. 2013 hat sich das Netzwerk um RuT — Rat und Tat e.V., das Jugendnetzwerk Lambda Berlin-Brandenburg e.V. und den Sonntags-Club e.V. erweitert.

Es wird von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes im Rahmen der bundesweiten Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft als eines der zehn Netzwerke gegen Diskriminierung gefördert.

Der gemeinsame Ansatz ist, dass gute Beratung von/zu Trans*/Inter* nur intersektional erfolgen kann. Gerade solch marginalisierten Communities, Geschlechter und Geschlechtsausdrücke können sich keine weiteren Ausschlüsse “erlauben”. Durch die Beachtung und Behandlung der Intersektionen zwischen Trans-, Inter-, Homophobie, Alter, Rassismus und Religion/Weltanschauung führt das TIS-Netzwerk die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von diesen Formen von Mehrfachdiskriminierung auf trans* und inter* Personen. Seit 2013 sind als Arbeitsschwerpunkte Behinderung und sexuelle Orientierung hinzugekommen.

Es begibt sich auf die Suche nach Gegenstrategien indem es die spezifischen Kompetenzen aller Netzwerkpartner_innen zusammen bringt und Fortbildungsangebote für Multiplikator_innen entwickelt und anbietet. So sollen trans* und inter* Menschen auf horizontal informierte Berater_innen treffen, die in der Lage sind, mehr als einen Aspekt zu adressieren und eine umfassend sensibilisierte, diskriminierungsfreie Beratung anzubieten. Empowerment der von Mehrfachdiskriminierung betroffenen trans* und inter* Personen ist ebenfalls ein zentraler Inhalt der Netzwerkarbeit. Durch eine Postkarten- und Poster-Kampagne sensibilisiert das Netzwerk seit 2012 zudem die Öffentlichkeit für einen diskriminierungsfreien Umgang mit Trans*/Inter* und macht die Vielfalt in der geschlechtlichen Vielfalt sichtbar. Über die Webseite, Publikationen und andere Medienformate werden die Ergebnisse der Netzwerkarbeit allen Interessierten zugänglich gemacht, um überregional Wissensdefizite abzubauen und Beratungslücken zu schließen.